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Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Kartenausschnitt: Lage "Brettspiel"
(Copyrighthinweis siehe Literaturverzeichnis)

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). ehemalige Straße zum "Brettspiel"
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Stelle, an der die Straße die Grenze zum Hzgt. Anhalt schnitt

Das "Brettspiel"

 

Auch wenn es sich beim „Brettspiel“ nicht um eine der sonst hier genannten klassischen Wüstungen im eigentlichen Sinne handelt, so ist es doch ein Ort, der früher von Menschen belebt war.

 

Alten Karten1 kann man entnehmen, dass es den Bahngleisen nach Sandersleben folgend und dann Richtung Hettstedt abbiegend früher einen Weg bzw. eine Straße gab, die der Legende der vorliegenden Karte nach auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch befahrbar gewesen zu sein scheint. Einwohnern ist die Lage des ehemaligen Bahnübergangs heute noch als „Bude 32“ bekannt. Unweit dieses Bahnübergangs (ca. ½ km) befand sich früher die Grenze des Herzogtums Anhalt und genau dort lag „Brettspiel“.

 

Die genaue Lage ist heute nicht mehr bekannt, lässt sich allerdings aus alten Karten (siehe FN.1) und älteren Beschreibungen der Stadt Sandersleben rekonstruieren. Hierbei handelte es sich um ein Zoll- und Wirtshaus2, welches seit 1860 nicht mehr existiert bzw. in diesem Jahr abgerissen wurde3.

Vor Ort ist heute von diesem Haus nichts mehr erkennbar und bildliche Nachweise nicht bekannt. Vereinzelt lassen sich auf dem Acker und am Rand Steine finden, die von Mauerwerk herrühren könnten. Die ehemalige Straße ist als solche direkt hinter Belleben noch als Feldweg erkennbar, geht dann allerdings in Grün- und Buschland über. Hinter dem Bahnübergang ist sie noch als breiter Hohlweg, allerdings auch zugewachsen und nicht passierbar, vorhanden. Südlich davon lässt sich aufgrund des Feldrains der ehemalige Grenzverlauf noch gut erkennen - zwischen den Äckern befindet sich ein schmaler, nicht bewirtschafteter Streifen Grünland.

 

TS - (Fotos dieser Seite: privat)


1 Messtischblatt 4335, Hettstedt.

2 Lexikon Obersachsen, Band 7, S. 348..

3 Siebigk, Herzogthum Anhalt, S. 596.


Literaturverzeichnis: